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Planung von Flugrouten

Für einen geordneten, sicheren Verkehr im Luftraum müssen Flugzeuge bestimmte, festgelegte Routen nutzen. Das gilt natürlich auch und vor allem für Starts und Landungen. Die Festlegung von Flugrouten sowie die Bewegungslenkung und Überwachung des Flugverkehrs im deutschen Luftraum liegt ausschließlich im Verantwortungsbereich der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS).

An der Entwicklung der An- und Abflugstrecken für den Flughafen Düsseldorf haben Vertreter der umliegenden Gemeinden intensiv mitgewirkt. Die Routen für startende Flugzeuge wurden dabei so definiert, dass sie weitgehend über weniger dicht besiedelte Gebiete führen. Die Routen für Landungen orientieren sich an der Achse unserer Start- und Landebahnen.

Wenn Sie nähere Infos zum Luftverkehr über Ihrem Wohngebiet oder zum Thema Routenplanung benötigen, wenden Sie sich am besten direkt an die DFS:

Deutsche Flugsicherung GmbH
Kalkumer Str. 255
40468 Düsseldorf

www.dfs.de 

Routenbelegung
In der Regel starten und landen Flugzeuge gegen den Wind. Da der Wind in unserer Region hauptsächlich aus westlichen Richtungen kommt, werden ca. 80% aller Starts und Landungen in Richtung Westen durchgeführt. Mit anderen Worten: die meisten Landeanflüge findenÜber Ratingen statt, der Großteil der Starts über Düsseldorf-Lohausen in der sogenannten "Flugrichtung 23". Bei dieser Flugrichtung werden grob drei Abflugrouten unterschieden:

  • nach Norden in Richtung Lanklatum und mittig zwischen Duisburg-Serm -Mündelheim(ca. 27%)
  • nach Nordwesten in Richtung Meerbusch-Strümp (ca. 2%)
  • nach Süden in Richtung Kaarst und Neuss (ca. 47%)
  • nach Süden in Kaarst und im weiteren Verlauf nach Nordwesten Richtung Tönisvorst(ca.24%)

Bei Ostwind wird in Richtung Ratingen gestartet (Flugrichtung 05). Etwa 20% aller Starts und Landungen in Düsseldorf werden in "Flugrichtung 05" durchgeführt, wobei sich die Starts hinter Ratingen-Hösel folgendermaßen verzweigen:

  • nach Westen in Richtung Mülheim-Saarn (ca. 0,1%)
  • nach Norden in Richtung Essen-Kettwig (ca. 51%)
  • nach Osten in Richtung Heiligenhaus (ca. 49%)
 
Düsseldorf International verfügt über zwei parallel liegende Start-/Landebahnen. Da zwischen den Bahnen ein Abstand von nur 500 Metern liegt, können sie aus betrieblichen Gründen nicht unabhängig voneinander betrieben werden. Die südlich gelegene Bahn hat eine Länge von 3.000 Metern und ist die Hauptstart-/-landebahn. Die nördliche Bahn ist 2.700 Meter lang.
In der Hälfte der wöchentlichen Betriebsstunden, also in 56 Stunden in der Woche über Tage, ist die Nutzung der nördlichen Parallelbahn zwischen 06.00 und 22.00 erlaubt. In dieser Zeit dürfen 45 Flugbewegungen pro Stunde koordiniert werden. Der Zeitraum, in dem die Parallelbahn derzeit nicht mit benutzt werden darf und nur 40 Flugbewegungen pro Stunde koordiniert werden dürfen, muss der Flughafen wöchentlich im Voraus der DFS und dem Landesverkehrsministerium mitteilen.
Eine in der Betriebsgenehmigung enthaltene Öffnungsklausel erlaubt für diesen Zeitraum der Einbahnnutzung allerdings ein Hineinwachsen in 45 Bewegungen.
In der Zeit von 21.00 bis 22.00 Uhr muss die Parallelbahn mit genutzt werden, um den Betrieb zu entzerren und um tagesbedingte Verspätungen weitgehend in dieser Stunde auffangen zu können.
Darüber hinaus  wird die Parallelbahn genutzt, wenn es zu Betriebsunterbrechungen der südlichen Hauptstart- und -landebahn, etwa durch Reinigungs- oder Wartungsarbeiten, kommt.
 
Bahnbelegung

Im Oktober 2011 fanden 76,5% der Flugbewegungen auf der südlich gelegenen Hauptstart-/-landebahn und 23,5% der  Flugbewegungen
auf der nördlich gelegenen Parallelbahn statt.