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Abfallmanagement
Als Abfallerzeuger ist die Flughafengesellschaft nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz verpflichtet, Abfälle weitestgehend zu vermeiden. Sofern dies nicht möglich ist, muss eine Verwertung der Abfälle geprüft und durchgeführt werden, bevor diese beseitigt werden. Da der Abfallerzeuger bzw. -besitzer bis zum Ende für den Verbleib der Abfälle verantwortlich ist, werden an den entsprechenden Entsorgungsanlagen vor Ort regelmäßige Kontrollen durchgeführt.

Ein Schwerpunkt des Abfallmanagements ist die kontinuierliche Prüfung von Möglichkeiten zur weiteren Abfallreduzierung und/oder zur Erhöhung der Verwertungsquote. Hierzu zählt auch die Durchführung von Schulungen, um das Bewusstsein hinsichtlich der Abfallwirtschaft bei den Mitarbeitern des Flughafens zu fördern.
Abfalltrennung
Jährlich fallen am Flughafen Düsseldorf rund 70 verschiedene Abfallarten an. Zu diesen Abfällen zählen nicht überwachungsbedürftige Abfälle, wie z.B. Papier oder Verpackungsmaterial, aber auch überwachungsbedürftige Abfälle, z.B. ölhaltige Betriebsmittel, Batterien, Farben und Lacke. Die gesamten Abfallströme werden in Form von jährlichen Abfallbilanzen überwacht, erfasst und der zuständigen Überwachungsbehörde auf Wunsch übergeben.

In der Airportverwaltung und im Terminal werden Trennsysteme eingesetzt. In den Büros trennen die Mitarbeiter Restmüll und Papier, in den Küchen werden außerdem noch DSD-Abfälle und Glas sortiert. Zur Trennung dieser vier Abfallarten stehen auch im Terminal entsprechende Systeme bereit. An verschiedenen, zentralen Punkten auf dem Flughafengelände werden Restmüll, Papier und Verpackungsabfälle in Containern oder großen Müllpressen gesammelt. Alle anderen Abfälle, wie etwa Kleinmengen an Bremsflüssigkeiten, alte Farben, Altreifen oder Metallschrott aus den Werkstätten, können zentral am Wertstoffhof der Flughafen Düsseldorf GmbH abgegeben werden. Bei der Flugzeuginnenreinigung sammeln und trennen die Reinigungskräfte Papier und Restmüll. Essensreste werden über die jeweiligen Cateringgesellschaften entsorgt.
Altlasten- und Bodenmanagement
In früheren Betriebsjahren des Flughafens wurden auf dem jetzigen Airportgelände Kiesgruben mit Materialien und Stoffen verfüllt, die Altablagerungen verursachten. Im Rahmen der Planungen für den Bau des neuen Terminals, gab die Flughafengesellschaft 1998 eine Nutzungsrecherche und Erstbewertung für das Gelände in Auftrag. Um die Altlastensituation vor dem Hintergrund der Entwicklungs- und Nutzungsgeschichte des Flughafens bewerten zu können, wurden Luftbilder, topografische Karten und Akten ausgewertet, Begehungen durchgeführt und Zeitzeugen befragt. So konnte ein Altlastenplan erstellt werden, der Aufschluss über belastete Geländebereiche und die Art der jeweiligen Belastung gibt.

Bei größeren Bauvorhaben, die mit einem Eingriff in den Untergrund verbunden sind, werden zusätzlich sogenannte Felduntersuchungen durchgeführt, bei denen Bodenproben entnommen und nach festgelegten chemischen Parametern analysiert werden. Die Untersuchungsergebnisse zeigen das genaue Schadstoffpotential des beprobten Geländebereichs und helfen bei der Planung angemessener Entsorgungswege. Verunreinigte Bodenmassen werden gegebenenfalls so lange auf einer Bereitstellungsfläche gelagert, bis die Ergebnisse der chemischen Analyse vorliegen und ein Entsorgungsweg gefunden ist. Alle relevanten Erkenntnisse und Prozesse werden dokumentiert und der Überwachungsbehörde zur Verfügung gestellt.